Sol Gabetta – Vivaldi!

 


 

 
Freitag, 24. Februar 2012
Achtung: Veranstaltungsort geändert! Neu in der Aula Kantonsschule Glarus, 20 Uhr

Sol Gabetta, Violoncello
Orchestra da Camera di Mantova
Carlo Fabiano, Leitung & Violine
 

C. Ph. E. Bach

Sinfonie Nr. 2 B-Dur Wq 182/2

A. Vivaldi

Cellokonzert F-Dur RV 410
Cellokonzert g-Moll RV 416

W. A. Mozart

Divertimento F-Dur KV 138

G. Platti

Cellokonzert g-Moll  PV 657

A. Vivaldi

Violinkonzert f-Moll RV 297 «Winter», in der Bearbeitung
für Violoncello


 
Sol Gabetta
Bild: Marco Borggreve
 

Kein anderer Barockmeister hat derart mitreissende Solokonzerte geschrieben wie der venezianische Geiger Antonio Vivaldi. Es ist die einzigartige Mischung von hochvirtuosen Passagen, packenden Rhythmen, abrupten Charakterwechseln und wunderbar kantablen Melodien, welche Vivaldis Handschrift ausmachen. Sein Ruhm verbreitete sich schnell in ganz Europa, und besonders in Deutschland und England wurden Vivaldis Konzerte teils durch holländische und englische Drucke, teils persönlich durch italienische Musiker schnell verbreitet.
Einer von ihnen war Giovanni Platti, ein gebürtiger Paduaner und begnadeter Oboist, der am fürstbischöflichen Hof zu Würzburg eine Anstellung fand und zahlreiche Konzerte und Sonaten schrieb. Wohl über ihn wurden mehrere Cellokonzerte von Vivaldi ins Repertoire der fürstbischöflichen Musikkapelle aufgenommen, so unter anderem das g-Moll-Konzert RV 416, das Sol Gabetta dem Platti-Konzert gegenüberstellt. Den grandiosen Schluss bildet, ganz zur Jahreszeit passend, der «Winter» aus den Vivaldis «Quattro stagioni» in einer Bearbeitung für Violoncello solo.
Die Eröffnung der beiden Konzertteile bilden zwei Streichersinfonien aus dem deutschsprachigen Raum, die beide im Zeitraum 1772/73 entstanden sind: Mozarts F-Dur-Divertimento KV 138 und Carl Philipp Emanuel Bachs Sinfonie B-Dur Wq 182/2.
 

Wo die argentinisch-französische Cellistin russischer Abstammung, Sol Gabetta, auftritt, hinterlässt sie den Eindruck von fesselnden Interpretationen, passioniertem, körperlichem und beseeltem Spiel und einer charismatischen vereinnahmenden Persönlichkeit. Ihre grosse Stil- und Repertoireflexibilität zeichnet ihr künstlerisches Profil aus. Mit Schostakowitschs herausforderndem 2. Cellokonzert aus dem Jahre 1969 kann sie ebenso ihre musikalische Sprache packend vermitteln wie mit Vivaldi-Cellokonzerten aus dem frühen 18. Jahrhundert, gespielt auf dem Barockcello.
Während Sol Gabetta im deutschen Sprachraum bereits eine grosse Anhängerschaft und Fangemeinde hat, wächst ihr Publikum stetig auch in Ländern wie Spanien, Italien, Frankreich, den Beneluxstaaten, Grossbritannien, USA und Japan an.
Schon in früheren Jahren wurden Sol Gabetta Preise zugesprochen, unter anderem beim ARD-Wettbewerb in München und beim Tschaikowski-Wettbewerb in Moskau. Ihre internationale Karriere wurde im Jahre 2004 lanciert, als sie den renommierten «Crédit Suisse Young Artists-Award» gewann. Die Preisträgerkonzerte im Herbst 2004 mit den Wiener Philharmonikern unter der Leitung von Valery Gergiev öffneten Sol Gabetta verschiedene grosse Türen in die Musikwelt. Zudem wurden ihre Aufnahmen mit mehreren Preisen geehrt.
Zahlreiche Orchester wie die Wiener Philharmoniker, das Russische Nationalorchester, die Münchner Philharmoniker und viele mehr schätzen die regelmässige Zusammenarbeit mit Sol Gabetta. Ebenso tun dies Dirigenten wie Andris Nelsons, Neeme Järvi, Charles Dutoit, oder Paul McCreesh.
Im Februar 2006 beendete sie ihr Studium bei David Geringas an der Hanns Eisler Musikhochschule in Berlin, nachdem sie zuvor während 10 Jahren beim Cellisten Ivan Monighetti in Madrid und Basel studiert hatte. Seit Herbst 2005 hat Sol Gabetta eine Assistenz-Professur an der Musikhochschule Basel inne.
 
Seit seinem ersten Auftritt vor 30 Jahren hat sich das Orchestra da Camera di Mantova zu einem bedeutenden Kammerorchester Europas entwickelt, das sich immer wieder intensiv mit Fragen der zeitgemässen Aufführungspraxis und weiteren stilistischen Fragen auseinandersetzt. Solisten wie Gidon Kremer, Mischa Maisky oder Astor Piazzolla haben mit ihm zusammengearbeitet, Tourneen führten den Klangkörper nach ganz Europa, in die USA sowie nach Südamerika und Asien.
In den vergangenen Jahren standen vor allem grosse Projekte im Zentrum, die sich jeweils eingehend mit dem Werk eines Komponisten auseinandersetzten. Nach einem vielbeachteten «Beethoven-Projekt» mit der Aufführung der Originalversionen vieler Beethovenschen Meisterwerke lancierte das Kammerorchester das «Mozart-Projekt» mit einer Integralaufführung der Klavierkonzerte unter der Leitung von Alexandre Lonquich. Darauf folgten Projekte mit dem sinfonischen Werk Haydns und Schumanns.
 
«...ihr Ton ist faszinierend. Er ist auf Energie und Elan aus. Beiläufiges gelingt Gabetta nicht, sie will es auch nicht. Daraus erwachsen grosse Momente. Phrasen von immenser Dichte, von Kraft und Klarheit, getragen von einem Klangideal, das nicht nur Schönheit will, sondern Leben.» Frankfurter Rundschau
 
www.solgabetta.com
www.ocmantova.com/it/materiali-ufficiali
 
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